
Bienen
Ordnung:
Die Bienen gehören zur Ordnung der Hautflügler. Bienen gehören zu den Insekten und damit zu den Gliedertieren. Weltweit werden mehr als 20 000 Arten geschätzt.
Familie:
Die Überfamilie der Bienen und Grabwespen - der Wissenschaftliche Name ist Apiformes. Es werden die Familien der Bienen unterteilt nach dem Bau der unterschiedlichen Mundwerkzeuge.
Verbreitung/Lebensraum:
Honigbienen stammen aus Südostasien. Seit sie vom Menschen als Nutztiere gehalten werden, haben sie sich über die ganze Welt verbreitet. Sie gehören zu den wirtschaftlich wichtigsten Tieren.
Aussehen:
Der Körper der Bienen besteht aus drei Teilen: am Kopf sitzen die Augen, zwei Fühler, die als Nase dienen, und die Mundwerkzeuge, die aus zwei starken Kiefern und einem Rüssel bestehen. An der Brust sitzen zwei hauchdünne Flügelpaare und sechs Beine. Der größte Körperabschnitt ist der gelb-schwarz geringelte Hinterleib mit dem Giftstachel. Es gibt drei verschiedene Typen von Bienen. Die Arbeiterinnen, eine Bienenkönigin die täglich mehr als 1500 Eier legt und die Drohnen, deren einzige Aufgabe es ist, sich mit der Königin zu paaren.
Ernährung:
Bienen ernähren sich rein vegetarisch. Ihre wichtigste Nahrungsquelle sind süße Pflanzensäfte, insbesondere der Nektar von Blüten. Zur Eiweißversorgung dienen die eigenen Blütenpollen. Bienen sammeln Nektar, der von den Ammen-Bienen mit Drüsensekret vermischt, in die Waben gefüllt wird. So entsteht der Honig, der den Bienen im Winter als Nahrung dient. Pro Tag kann ein Bienenvolk bis zu einem Kilogramm Honig produzieren.
Vermehrung:
Eine Bienenkönigin kann bis zu 2000 Eier pro Tag legen, in ihrem ganzen Leben sind das etwa zwei Millionen. Sie entscheidet auch, ob ein Ei mit den in ihrem Körper gespeicherten Spermien befruchtet wird oder nicht: Aus befruchteten Eiern können sich Königinnen oder Arbeiterinnen entwickeln – das hängt davon ab, womit die Larven gefüttert werden. Aus den unbefruchteten Eiern entstehen die Drohnen.
Eier, aus denen Königinnen entstehen sollen, werden in spezielle, große Zellen gelegt und mit dem so genannten "Gelée royale" ausgefüllt, einem von den Arbeiterinnen in einer Drüse produzierten Stoff.
Besonderes:
An den Hinterbeinen der Bienen ist eine Mulde, in der sie bei ihren Sammelflügen Blütenstaub aufbewahrt. Das sind Futterballen zur Aufzucht für die Larven.
Auch in den Härchen der Körperoberfläche, dem "Pelz", bleiben Blütenpollen hängen und werden so von Blüte zu Blüte getragen. Dadurch sorgen Bienen ganz nebenbei dafür, das viele Pflanzen befruchtet werden.
Bienen gehören übrigens zu den ältesten Lebewesen überhaupt: Sie leben vermutlich schon seit 100 Millionen Jahren auf der Erde!
Honigbienen sind soziale Tiere, die nur gemeinsam in Staaten überleben können. Ein solcher Bienenstaat wird auch Volk oder Kolonie genannt und besteht aus 40 000 bis 80 000 Tieren.















