Palmfarn

© K. Wothe

 

Palmfarn

 

 

Ordnung:

Der Palmfarn gehört zur Ordnung Cycadales.

 

Familie:

Man unterscheidet drei Familien der Palmfarne, Cycadaceae, Stangeriaceae und Zamiaceae.

 

Verbreitung/Lebensraum:

Die Palmfarne sind eine tropische Pflanzengruppe. Ihr Verbreitungsgebiet reicht vom 30. nördlichen bis zum 35. südlichen Breitengrad. Die Standorte der Palmfarne sind meist frostfrei, der Regen fällt im Sommer, die Winter sind kühl und trocken.

 

Aussehen:

Die baumförmigen Stämme der Palmfarne tragen an ihrem oberen Ende einen Schopf von Blättern und haben somit ein palmähnliches Aussehen. Die Stämme sind meist gedrungen, gerade und unverzweigt. Sie erreichen häufig Wuchshöhen von fünf bis zehn Metern. Die Palmfarne sind generell immergrün, manche Arten werfen jedoch die alten Blätter ab, kurz bevor sie die neuen bilden.

Die jungen, wachsenden Blätter sind mit Haaren besetzt, teilweise dicht bis wollig behaart. Ausgewachsene Blätter sind dagegen jedoch meist glatt und glänzend.

Palmfarne sind zweihäusig getrenntgeschlechtig, es gibt männliche und weibliche Individuen. Die Bildung von weiblichen und männlichen Zapfen an einer Pflanze zur gleichen Zeit wurde nie beobachtet. Nach traumatischen Ereignissen, wie Umpflanzen, schwerer Beschädigung durch Kälte, Hitze oder Trockenheit, wurde allerdings ein Geschlechtswechsel beobachtet.

Die Samen sind meist eiförmig, können aber auch kugelig oder zylindrisch sein. Ihre Größe reicht, je nach Art, von 15 mm bis 60 mm.


Besonderes:
In fast allen Gebieten, in denen Palmfarne natürlich vorkommen wurden oder werden sie als Stärke-Lieferanten genutzt. Die ältesten Funde stammen aus Australien und sind 6000 bis 7000 Jahre alt. Genutzt werden sowohl die Samen wie auch das Mark der Stämme bzw. Knollen.