
Vogelspinne
Ordnung:
Die Familie der Vogelspinnen gehört mit ihren 900 beschriebenen Arten zur Ordnung der Webspinnen.
Familie:
Vogelspinnen - wissenschaftlicher Name ist Theraphosidae.
Verbreitung/Lebensraum:
Ihr Lebensraum sind warme tropische bis subtropische Klimazonen. Unter den vielen verschiedenen Vogelspinnenarten gibt es drei grobe Kategorien, in die sich die meisten Arten leicht einordnen lassen.
Bodenbewohner graben sich eine Wohnröhre, oder besetzen vor -gegrabene Höhlen und bauen diese gegebenenfalls weiter aus.
Baumbewohner bauen sich Wohnröhren und manchmal Wohnröhrensysteme zwischen geeigneten Ästen. Erdbewohner leben in tiefen Wohnhöhlen, die senkrecht in den Erdboden verlaufen und in einer bestimmten Tiefe abknicken. Einige Arten richten sich dann eine Wohnhöhle am Ende der Röhre ein.
Aussehen:
Der Körper der Vogelspinne ist in mehrere Abschnitte geteilt. Deshalb gehört sie zu dem Stamm der Gliederfüßer. Vorn am Vorderkörper befinden sich die Beißklauen (Chelizeren), die Mundöffnung und die Tastorgane. Seitlich gibt es 4 Laufbeinpaare.
Die Körpergröße von einigen Vogelspinnen ist beachtlich. Es sind die größten Spinnen, die es auf der Erde gibt. Durchschnittliche Exemplare sind zwischen 4 und 10 Zentimetern groß. Die größte lebende Spinne hat eine Körperlänge bis zu 12 cm, und eine Spannbreite von 30 cm.
Ihr Körper ist stark behaart. An den Laufbeinen besitzen sie Büschel von Hafthaaren. Dies befähigt die Spinnen an sehr glatten Wänden Halt zu finden. Am Hinterleibende befinden sich sehr lange Spinnwarzen.
Hauptsinnesorgane sind die Tasthaare an den Beinen. Feinste Luftbewegungen und Bodenerschütterungen werden von den Tieren damit wahrgenommen.
Die Vogelspinne hat acht Augen. Trotzdem ist der Sehsinn nur schwach ausgebildet.
Ernährung:
Vogelspinnen ernähren sich von Insekten wie Grillen, Heimchen, Schaben oder Heuschrecken. Größere Exemplare überwältigen problemlos Mäuse! In der Regel greifen sie an, was sich ihrer Höhle nähert.
Die dornenartigen Mundwerkzeuge der Vogelspinne werden beim Vertilgen der Nahrung gebraucht. Bei einem Biss in die Nahrung wird mit ihnen der Verdauungssaft in den Körper injiziert.
Vermehrung:
Die Entwicklung von Vogelspinnen vollzieht sich in drei Abschnitten: Zeit im Kokon (Ei und Larve), Nymphe und Imago (erwachsenes Tier).
Vogelspinnen fressen die Männchen oft nach der Paarung auf.
Nach der Paarung baut das Weibchen einen Teppich aus Spinnseide. Darauf legt sie die Eier ab. Je nach Art können es zwischen 30 bis zu 1200 Eier sein.
Besonderes:
Vogelspinnenarten haben Abwehrwaffen die sie bei Gefahr oder Belästigung einsetzen. Auf dem Hinterleib befinden sich Brennhaare, die werden abgestreift und in Richtung Feind geschossen. Die Haare sind mit Widerhaken versehen und verursachen starke Hautreizungen.
Alle Vogelspinnen sind giftig, können einem gesunden, erwachsenen Menschen aber nicht lebensgefährlich werden.
Vogelspinnen häuten sich in regelmäßigen Abständen um zu wachsen.
Da Vogelspinnen nachtaktiv sind verlassen sie sich auf ihren Geruchs- und Tastsinn. Sie besitzen die Fähigkeit die kleinsten Luftschwingungen in ihrer Umgebung wahrzunehmen.















