Wasserschwein/Capybara

Ordnung :

· Das Wasserschwein, auch Capybara genannt,  ist der größte Nager der Welt und gehört zur Unterordnung der Stachelschweinverwandten (Hystricomorpha).  

 

Familie:

 

· Es gehört zur Familie der Meerschweinchen (Caviidae), sein wissenschaftlicher Name ist Hydrochoerus hydrochaeris.

 

 

Verbreitung Lebensraum:

 

· Capybaras sind weit verbreitet in feuchten Regionen Südamerikas. Sie sind auf die Nähe von Seen, Flüssen oder Sumpfgebiete angewiesen, benötigen aber einen festen Grund als Schlafplatz. Idealerweise besteht eine dichte Vegetation als Schutz. Sie leben in Herden, wobei die Gruppengröße zwischen sechs und zwanzig Tieren betragen kann. Sie sind dämmerungsaktiv und verbringen den heißen Tag in Schlammlöchern oder seichtem Wasser.   

 

 

Aussehen:

 

·  Der Körper eines Wasserschweins ist massiv und plump, einem stämmigen Rumpf stehen kurze Gliedmaßen gegenüber. Der Kopf ist auffallend breit, wobei die Schnauze verhältnismäßig groß und die Ohren klein sind. Die Augen sind klein und seitlich angeordnet. Augen, Ohren und Nasenlöcher sind hoch am Kopf, damit die Tiere im Wasser beim Atmen oder Ausschau halten, kaum über die  Wasseroberfläche ragen. Sie haben hufähnlich verdickte Zehen, die durch kleine Schwimmhäute verbunden sind. Der Schwanz ist rückgebildet. Das Durchschnittsgewicht beträgt 50kg bei Männchen und 61kg bei Weibchen. Das Fell ist lang und rau, teilweise aber so dünn, dass die Haut durchscheint. Die Färbung variiert von rotbraun bis grau an der Oberseite, die Unterseite ist gelblich-braun gefärbt.

  

Ernährung:

 

· Die Nahrung der Capybaras besteht hauptsächlich aus Gräsern des Festlandes und Wasserpflanzen.

 

 

Vermehrung:

 

· Das Männchen leitet die Begattung ein, die Paarung erfolgt dann im seichten Wasser. Die Paarung kann ganzjährig erfolgen, die meisten Geburten finden aber in der Regenzeit statt. Üblicherweise trägt das Weibchen einen Wurf pro Jahr aus, im Durchschnitt sind es vier Jungtiere. Die Jungtiere kommen völlig behaart und mit bleibenden Zähnen zur Welt und können bereits nach wenigen Tagen selbstständig Gras fressen. 

 

 

Besonderes:

 

· Obwohl die meisten Aktivitäten im seichten Wasser stattfinden, können die Tiere bei Gefahr weite Strecken schwimmen und tauchen.

· Wie andere Nagetiere auch, fressen Capybaras ihren eigenen Kot nochmals um zellulosehaltige Nahrung bestmöglich zu verwerten.