Sarayaku ist der Name der Indigenen-Gemeinde, gelegen am Fluss Bobonaza in der Region Pastaza im amazonischen Regenwald östlich der Anden. Hier leben ca. 2.000 Kichwa auf einem Gebiet von 200.000 Hektar. Dieses Gebiet wurde ihnen von ihren Vorfahren und den Schamanen, den Yachak, vermacht.
OroVerde unterstützt die Gemeinde seit 2003 bei ihrem Kampf gegen die Ölfirmen mit der Finanzierung, der Beratung durch Rechtsanwälte und der Bereitstellung von Transportkosten für die Gemeindevertreter. Außerdem unterstützt OroVerde die Gemeinde Sarayaku bei der Öffentlichkeitsarbeit und bei der Verbesserung der Kommunikation zwischen Sarayaku und den Unterstützern in den großen Städten.
Durch die Zusammenarbeit von verschiedenen Organisationen war es möglich, mehrere Solarzellen, Computer und eine Internet-Verbindung via Satellit zu installieren, um die Kommunikation nach außen zu vereinfachen und den Kindern den Umgang mit den neuen Medien beizubringen.
Bedeutenster Teil der Projektarbeit ist jedoch der „Plan TAYAK“, der sich aus vier wesentlichen Komponenten zusammensetzt:
- die Lebenslinie (Sisa Ñampi),
- die Förderung der traditionellen Medizin (Sasi Wasi),
- die Förderung, der Erhalt und die Weitergabe des traditionellen Wissens für zukünftige Generationen (Tayak Wasi) und
- die Einrichtung einer Baumschule bzw. eines botanischen Gartens (Sacha Ruya).
Mit der Wahrung und Weitergabe der traditionellen Bräuche bewahren die Menschen von Sarayaku das Wissen über die nachhaltige Nutzung des Regenwaldes für zukünftige Generationen auf und sind so wichtige Verbündete im Tropenwaldschutz.





