Regenwald kaufen und schützen
Naranjitos ist ein 33.000 Hektar großes Gebiet, welches die Kernzone des Nationalparks Sierra del Lacandón im Norden Guatemalas bildet. Diese Zone ist mit sieben Quellen und unzähligen Flussläufen der wichtigste Wasserspeicher für ein großes Urwald-Gebiet und letztes Rückzugsgebiet für die einheimischen Jaguare, Pumas, Aras, Faultiere und andere seltene Tierarten. Wissenschaftler schätzen, dass hier 200 Baumarten auf jedem Hektar Wald vorkommen.
Sie alle sind durch Wilderei, Abholzung und Feuer bedroht. Wilderer sammeln vor allem exotische Pflanzen oder fangen junge Tiere, wie zum Beispiel rote Aras, um sie auf dem Schwarzmarkt zu hohen Preisen zu verkaufen.
Eine weitere Gefahr bedroht das Gebiet: Es befindet sich in Privatbesitz und steht zum Verkauf. Viehzüchter wollen den Wald roden, um daraus billiges Weideland zu erschließen. Mitten im Nationalpark wäre dies eine Katastrophe.
Wir haben die Chance eines der Weltzentren der Artenvielfalt zu bewahren - indem wir Naranjitos kaufen. Nur durch Kauf kann ein dauerhafter Erhalt dieses einzigartigen Lebensraumes erhalten bleiben.
Landkauf bedeutet Waldschutz
Aber ein Landkauf ist nur der erste Schritt: Im Anschluss müssen die Bewohner als Waldhüter ausgebildet und eingesetzt werden. Sie kennen sich am besten in der Region aus. Nur mit Hilfe der Bevölkerung ist ein dauerhafter Schutz des Waldes möglich. Für den nachhaltigen Waldschutz, ist die Einführung von waldschonenden Einkommensquellen ebenfalls unabdingbar.
Durch gezielte Schulungen sollen den Menschen in dem Gebiet um Naranjitos Einkommensquellen eröffnet werden, die es ihnen ermöglichen, nicht mehr auf den Verkauf von seltenen Tier- und Pflanzenarten angewiesen zu sein.
Zu den Zielen dieses Projektes zählen die Unterstützung unserer Partnerorganisationen vor Ort bei der Finanzierung des Flächenkaufs, eine langfristige Sicherung und Betreuung der Fläche unter Einbeziehung der lokalen Bevölkerung, durch Schulungen und Seminare zu Umweltbildung und alternativen Einkommensquellen, sowie durch die Ausbildung von Waldhütern.
Erste Erfolge konnten bereits verzeichnet werden! Im Jahr 2009 konnten wir durch Spenden ein Gebiet von über 1 Millionen Quadratmeter sicherstellen.
Eine intensive Zusammenarbeit mit den Bewohnern zweier Dörfer (siehe Projekt „Bäume pflanzen – Klima schützten“) in den Randzonen des Nationalparks hilft uns, weitere Gemeinden für die Wiederaufforstung und den Waldschutz zu gewinnen.





