Dominikanische Republik

Der 800 km² große Nationalpark „José A. Bermúdez“ ist eines der größten und wichtigsten Schutzgebiete Mittelamerikas. In dem Schutzgebiet finden sich dichte Nebelwälder und lichtere Pinienwälder, die eine atemberaubende Vielzahl von Flora und Fauna aufweisen. Es ist Quellort der wichtigsten Flüsse des Landes und gilt als „grüne Lunge“ der ganzen Insel Hispanola.

Das Projektgebiet liegt im Norden des Nationalparks und umfasst 65 Gemeinden, die sich hauptsächlich vom Mais-, Reis- und Maniokanbau ernähren, was zu einer sehr einseitigen Ernährung führt.

Nachhaltige Landwirtschaft

Gemeinsam mit der Partnerorganisation Centro Naturaleza und der Bevölkerung werden Bewirtschaftungspläne erarbeitet und, darauf basierend, Techniken zur nachhaltigen Land- und Agrarwirtschaft angewandt. Dies führt langfristig zu abgesichertem Einkommen durch Vermarktung der Ernteüberschüsse der verschiedenen Gemüsesorten.

Im Rahmen der nachhaltigen Landnutzung kultivieren die Kleinbauern auf eigenen Parzellen neben Feldfrüchten auch Kaffee und Obst. Zusätzlich werden Gemüsegärten angelegt, die in unmittelbarer Nähe der Wohnhäuser liegen und einfache, kostengünstige Techniken zur Bewässerung umfassen. Mit einer Mischung aus dem Anbau von Kräutern, Heilpflanzen, Kaffe, Kakao, Zitrusarten, Mangos, Ananas und Zuckerrohr, kombiniert mit Maniok, Mais, Kochbananen, Süßkartoffeln, Hülsenfrüchte und Kürbisarten, wird die einseitige Ernährung der Bevölkerung ausgeglichen und die Apotheke gesichert.

Tierhalter stellen ihre Viehwirtschaft auf Waldweidewirtschaft um. Dies bedeutet, dass die Tiere in den Waldgebieten Freilauf haben und zusätzlich mit aufgestellten Trögen gefüttert werden, sich aber der Umfang dadurch verursachter Flurschäden drastisch reduziert.

Wiederaufforstung

Eine Wiederaufforstung und legale Holznutzung, in Abstimmung mit dem Forstministerium, verringert den unkontrollierten Holzeinschlag. Viele Flächen wurden bereits mit Pinien und Fruchtbäumen bepflanzt, und zahlreiche Baumschulen wurden angelegt. Zusätzlich werden Maßnahmen zur Vorbeugung von Waldbränden erarbeitet und Kontrollen gegen den illegalen Holzeinschlag und Wilderei durchgeführt.

Umweltbildung

Durch Workshops werden den Bewohnern theoretische Kenntnisse zur Ressourcensicherung und nachhaltiger Landnutzung vermittelt. Für alle Themenbereiche (Gemüsebau, Erosionsschutz, Waldweidewirtschaft, Aufforstung und Bestandspflege) wurden Anschauungsmaterialien erarbeitet und verbreitet.

In einer Aufforstungsparzelle