Wolltest du schon immer wissen, wie ein Comic entsteht, und ob Comiczeichner ein Job für dich wäre?
Die Mitglieder dieser Agentur produzieren einen Comicstrip und erschaffen ihre eigenen Charaktere. Wie wär’s mit einem neuen Superhelden, einem Streiter für den Regenwald und für Gerechtigkeit! Andere sollen euren Comic lesen. Ihr organisiert eine Vertriebsmöglichkeit. Wenn ihr es schafft, bringt ihr den Comic sogar in mehreren Sprachen heraus.
Projektinhalt
Ausgangsbasis für den Comic ist zum Beispiel eine Abenteuergeschichte im Regenwald. Es ist die Geschichte einer Expedition in die Tiefen des Amazonasdschungels. Ausgerüstet mit einer 300 Jahre alten Karte, ausreichend Proviant, Packeseln und Fährtenlesern macht sich ein Team auf die Suche nach der versunkenden Stadt Golan. Sie hoffen, Spuren einer vor Jahrhunderten ausgestorbenen Kultur zu finden. So oder so ähnlich könnte die Dschungelgeschichte aussehen.
Eine andere Möglichkeit ist es, den Comic über ein inhaltliches Thema anzugehen. Zum Beispiel über den Zusammenhang unserer Ernährung mit dem Regenwald. Was passiert alles, bis Fleisch auf dem Big Mac landet? Welche Auswirkung kann massive Viehzucht auf den Regenwald haben? Haben die Schüler schon einmal von Soja gehört?
Gemeinsam entscheiden sich die Lehrer und Schüler für einen möglichen Handlungsstrang des Comics. Nun sind die Jugendlichen gefordert. Ihre Aufgabe besteht darin, die Geschichte auszuschmücken und in einen Comic zu verwandeln. Bei der Herstellung des Comics greift den Jugendlichen ein erfahrener Comiczeichner unter die Arme. Er verrät ihnen Tipps und Tricks, wie man die eigene Bildsprache findet, eine Bilddramaturgie entwickelt, wie man mit Zeichnungen und kurzen Sätzen Information vermittelt und eine Geschichte zum Leben erweckt. Unterhaltsam und informativ soll der Comic sein. Dazu müssen sich die Agentur-Mitglieder in die Welt des Regenwalds begeben. Sich „eindenken“ in die Atmosphäre, sich hineinversetzen in die Figur des Forschers und Entdeckers und ein Gespür für andere Kulturen und Lebenswelten entwickeln. Ein Ausflug in das Regenwaldhaus eines Botanischen Gartens kann das „Einfühlen“ sicherlich erleichtern. Ist der Comic gezeichnet, muss nur noch die Öffentlichkeit davon erfahren. Es wäre doch einen Versuch wert, die Lokalzeitung für eine Veröffentlichung zu gewinnen. Oder den – natürlich auf Recycling-Papier – gedruckten Comic im Supermarkt oder im Kiosk um die Ecke auszulegen. Vielleicht habt ihr aber auch die Möglichkeit, euern Comic ins Internet zu stellen.
Warum um alles in der Welt ein COMIC?
Comics sind wieder im kommen und bei Jugendlichen „angesagt“. Alte Comicgeschichten wie Spiderman und Co. feiern in den großen Kinos ihr Comeback. Mangas, japanische Comics, erobern den Deutschen Markt und finden sich auf den Buchmessen in Frankfurt und Leipzig wieder. Das Ziel eines guten Comics ist es, beim Leser eine Art Kopfkino entstehen zu lassen. Damit das Kopfkino-Erlebnis möglichst gut gelingt, erfordert die Comic-Erstellung Fantasie und neben zeichnerischen Fähigkeiten auch Fertigkeiten beim Texten. Comics können die Vergangenheit, die Gegenwart oder die fiktive Zukunft darstellen. Ein Comic kann deshalb jedes Thema transportieren. Und das Allerbeste an Comics ist: Sie sind als universelles Kommunikationsmedium einsetzbar, das man in jeder Kultur versteht.
Praxispartner: Comiczeichner Özi









