Das Leben auf der Erde ist ohne Energie nicht vorstellbar. Der ursprüngliche Spender der Energie, die die Tiere und Pflanzen zum Überleben auf der Erde brauchen, ist die Sonne. Maßgeblich aufgenommen wird die Energie von den Pflanzen, die die Sonnenstrahlen mittels Photosynthese direkt nutzbar machen. Dabei wird Kohlenstoffdioxid CO2 gebunden und in energiereiche organische Verbindungen wie Traubenzucker, Stärke oder Zellulose überführt. In Form dieser Verbindungen können dann die höheren Organismen die Energie konsumieren. Wenn Pflanzen und andere Lebewesen absterben, werden sie normalerweise durch Zersetzungsprozesse in ihre Ausgangssubstanzen umgewandelt, aus denen sich dann wieder neue Organismen aufbauen.
Dieser Kreislauf kann aber auch unterbrochen werden. Kommt es nämlich aufgrund von Luftausschluss nicht zur Verrottung der toten Organismen, erfolgt die Umwandlung der organischen Substanz anders. Die, in ihrer Biomasse gespeicherte, Energie wird in unterschiedlichen Formen konserviert. Je nach Zusammensetzung der toten Biomasse und den physikalisch-chemischen Bedingungen entstehen im Laufe der Zeit die konzentrierten Energieformen Torf, Kohle, Erdöl, Erdgas sowie deren Vorstufen Ölsand und Ölschiefer. Die wichtigste gemeinsame Eigenschaft dieser Materialien ist ihr hoher Kohlenstoffanteil, der sie als Energielieferanten für uns so attraktiv macht. Sie lagern selten an der Erdoberfläche, häufiger unterirdisch, und werden durch Schürfen, Graben oder Bohren zutage gefördert. Man nennt diese Energieträger daher natürliche oder auch fossile Brennstoffe (fossilis [lat.] = ausgegraben).
Erdöl und Erdgas
Die Grundlage von Erdöl und Erdgas, Ölsanden und Ölschiefer sind abgestorbene Kleinstlebewesen, die am Meeresgrund von einer Schlammschicht luftdicht abgeschlossen worden sind. Dies geschah bei den meisten Vorkommen vor 350 bis 500 Millionen Jahren. Durch die Überlagerung mit weiteren Sedimenten bildete sich eine isolierte Schicht aus, in der die organische Substanz durch anaerobe Bakterien – das sind solche, die ohne Sauerstoff leben – und dem hohen Druck und Aufheizung mit zunehmender geologischer Versenkung zu einfachen Kohlestoffverbindungen zerlegt wurde. Diese trennten sich aufgrund ihrer unterschiedlichen chemischen Eigenschaften, stiegen unter Umständen Richtung Erdoberfläche auf und sammelten sich unter der ersten undurchlässigen Sedimentschicht. In der Regel lagert das leichtere Erdgas dort über dem Öl.
Fossile Energieträger und der Tropenwald
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Hier finden Sie ein konkretes Beispiel aus Ecuador, Sarayaku.

