Holz ist für uns als nachhaltige Ressource unverzichtbar, weil es einer der umweltfreundlichsten und vielseitigsten Rohstoffe ist. Umweltfreundlich, da es bei nachhaltiger Bewirtschaftung der Wald- oder Forstflächen wieder nachwächst und hierbei das klimarelevante CO2 fixiert. Es speichert dabei den Kohlenstoff und gibt den für uns lebenswichtigen Sauerstoff wieder ab. Entnimmt der Mensch dem ökologischen Kreislauf Holz als Rohstoff, hat er der Atmosphäre also dieses CO2 in der Form verschiedener Holzerzeugnisse bis zu deren Verrottung oder Verbrennung entzogen. Dafür ist besonders die Langfristigkeit der Nutzung der Holzprodukte wichtig. So leistet jeder Holzstuhl und jedes hölzerne Haus einen kleinen Beitrag zum Schutz unseres Klimas.
Gleichzeitig ist Holz ein vielseitig nutzbarer und qualitativ hochwertiger Rohstoff. Beim Einsatz der richtigen Holzsorte für den jeweiligen Einsatzzweck kann Holz den modernen Materialen in Hinblick auf Haltbarkeit und Leistungsfähigkeit oft überlegen sein.
Zusätzlich fällt Holz durch die relativ leichte Verarbeitbarkeit auf. Dadurch ist der Energieverbrauch bei der Verarbeitung und Veredelung des Holzes in der Regel deutlich geringer als der bei der Verwendung anderer Rohstoffe.
Ein Stoff, der die Erde eroberte
Vor über 350 Mio. Jahren, im Silur, begannen die Pflanzen das Land zu erobern. Die wichtigste hierzu erforderliche Eigenschaft bestand zunächst in einer verbesserten Stabilisierung des Wasserhaushaltes.
Die wasserdurchlässigen Zellulosewände der äußeren Zellschichten erhielten einen Wasser undurchlässigen Überzug. Um trotzdem den lebensnotwendigen Gaswechsel nicht völlig zu unterbinden, musste dieses Abschlussgewebe mit verschließbaren Poren, den Spaltöffnungen, versehen werden.
Es musste ein besonderes System zur Wasseraufnahme und zur Wasserleitung entsehen. Und schließlich mussten besondere Festigungselemente entwickelt werden, die auch im Luftraum, in dem die tragende Kraft des Wasser nicht mehr gegeben ist, ein geordnetes Ausbreiten der Fotosynthese-Organe ermöglichen. Voraussetzung dafür war die Versteifung der elastischen Zellulosewände durch die Einlagerung des Holzstoffes Lignin.
Das Verholzen der pflanzlichen Zellwände war demnach ein entscheidender Evolutionsschritt, der das Leben auf dem Festland in seiner heutigen Form erst ermöglichte. Zwar ist der Schritt vom Wasser- zum Landleben auch schon von verschiedenen holzfreien Pflanzen wie den Moosen vollzogen worden. Doch der Erfolg musste vor allem im Hinblick auf die Größe der entwickelten Lebensformen beschränkt bleiben.
Tropenholz
Holz ist ein natürlicher Faserverbundstoff mit vielen ökologischen Vorteilen. Es entsteht durch die Einlagerung von Holzstoffen, dem Lignin, in die Zwischenräume der Zellulosefasern in den Wänden von Pflanzenzellen, womit diese an Festigkeit gewinnen.
Als Tropenholz wird in unserem Sprachgebrauch das, in den tropischen oder subtropischen Regionen der Erde wachsende, Edelholz bezeichnet. Die meisten tropischen Edelhölzer zeichnen sich durch beste Materialeigenschaften wie hohe Dichte und Festigkeit, sowie Witterungsbeständigkeit aus. Aufgrund ihres enormen Höhenwachstums, hoch reichender Astreinheit und der konstanten klimatischen Bedingungen der Tropen besitzt das Holz eine sehr homogene Struktur und Maserung, die als optisch schön empfunden wird. Die bedeutendsten Sorten sind Abachi, Palisander, Bangkirai, echtes Mahagoni, Merbau, Shorea (Rotes Meranti, Rotes Balau), Afrikanisches Mahagoni (Sapelli, Sipo, Khaya), Balsaholz, Teak, Bongossi, Afrormosia, Iroko, Afzelia, Wengé, Ramin.
Es gibt zwar zahlreiche Ursachen für die Tropenwaldzerstörung, doch der kommerzielle – legale wie illegale - Holzeinschlag zur Vermarktung der Edelhölzer spielt eine ganz wesentliche Rolle dabei.
Links:
Hier erfahren Sie mehr über Öko-Siegel für Holz.
Die Holzaustauschliste zeigt Ihnen, welche einheimischen Hölzer Sie anstelle von Tropenhölzern verwenden können.
Mehr zum illegalen Holzeinschlag erfahren Sie hier.

